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Hof d. 7 Apr. 1793 [Sonntag].
382,16
Mein Plan darf sich ein wenig mit Ihrem ändern. Meine Bitte
ist, daß Sie mir erlauben, Ihnen ein wenig ungehorsam zu sein. Da
>jezt der Wind am grösten und abends am kleinsten ist; — und da ich mit
Otto II gern bis um 3 Uhr spazieren laufen wil — und da wir Zeit 382,20
haben: so bitt’ ich Sie, daß ich Sie mit dem Schlag 3 Uhr in Ihrem
neuen Haus erschrecken dürfe. Dan können wir so lange gehen bis
der Mond aufgeht (welches nachts um 2 Uhr ist). —

Beharren Sie aber darauf, daß ich gehorsam bin: so — bin ichs.
Die Heiterkeit werd’ ich mitbringen oder nachahmen. 382,25

Der tolle kahle hagere fröhlige freundliche liebliche

Jean Paul


H: FDH; ehem. Kommerzienrat Schiedmayer, Stuttgart. 1 S. 4°; auf der Rücks. Adresse: Demoiselle Renate Wirth. J: Täglichsbeck S. 40.
382 , 20 Christian Otto.

Textgrundlage:

423. An Renate Wirth. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 1. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1956.

Seite(n): 382 (Brieftext); 538 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Renate Wirth. Hof, 7. April 1793. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=I_423 >


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