Hinweis zur mobile-Version:
Bitte beachten Sie, dass Brieftexte und Kommentare auf Medium und Large Screen-Devices optimal dargestellt werden, während eine responsive Darstellung des Textes auf Small Screen-Devices durch die Beibehaltung des Zeilenumbruchs beeinträchtigt ist.



P. P. 92,10
Hochzuvererender Her Pfarrer,

Ihren Brief beantworte ich gern und darum früher als Sie meinen
beantwortet: denn seine Gründe, die Ihnen öfter Ihr gutes Herz als
Ihr guter Kopf diktirt zu haben scheint, und seine Freimütigkeit, für
die ich Ihnen mit nichts als der Erwiederung derselben danken kan, 92,15
erleichtern mir die Widerlegung d. h. meine Entschuldigung. Jeder
Ihrer Kanonen wil ich eine Feindin gegenüber pflanzen — wiewol Sie
im Grunde nur mit Einer Kanone feuern, und blos durch die veränderte
Richtung ihrer Lavette verschiedne Seiten beschiessen. Sie irren sich
ganz, wenn Sie meine Kleidung für eine blosse brittische Mode er- 92,20
klären; sie ist auch eine Leipziger d. h. eine deutsche. In Leipzig, wo die
Mode ihre Erfindungen nicht wie in kleinen Städten aufdringt,
sondern nur anpreist und wo ieder sich eben so frei kleidet als er denkt,
trugen sich vor etlichen Jaren die meisten so; iezt hat sie nur den Reiz
der Neuheit aber nicht der Gewonheit verloren, und ihre Anhänger92,25
unter den Schauspielern und Studenten, und in andern Städten unter
den Gelerten, reichen allemal hin, einen, der sie noch trägt, in den
Augen derer zu rechtfertigen, die die Beurteilung einer Handlung
nicht den eignen Augen, sondern fremden Zungen, nicht gesunden,
sondern vielen Augen anzuvertrauen pflegen und das Schütteln der 92,30
Vernunft durch das Nikken von hundert Par langen Oren widerlegt
glauben. Ja diese Mode ist eine von den seltnen, auf deren Seite die
Vernunft getreten. Denn die Verschneidung der Hare erspart Geld,
Zeit, Verdrus und befreiet vom Friseur, nach dem sich die Ausgänge
vorher haben richten müssen und der sich alle Morgen eine halb92,35

stündige Folterung des Kopfes erlaubt. Und die Offenheit des Busens 93,1
hindert das Schwizen, das gefärliche Unterbinden gewisser Adern des
Halses und vergnügt durch das Gefül der bequemen Entiochung. Also
trift es mich nicht, wenn Sie sagen, eine Ameise mus sich wie die
andre tragen — denn ich trage mich ia, wie andre Ameisen in Leipzig und 93,5
in Berlin, nur nicht wie die Ameisen in Schwarzenbach an der Sal —
Es trift mich nicht, wenn Sie meine eignen Exzerpten mir an den
Kopf werfen; die Stelle aus dem Young ist noch überdies nur eine
wizige Sentenz, aber kein Beweis: denn es ist noch die Frage, ob die
eignen Torheiten oder die fremden besser sind — und wenn Sie in93,10
Ihrem Briefe mir mit Young zuruffen „wenn du unmodisch sein
wilst, so sei weise“ so verfallen Sie und Young in einen Widerspruch
mit den vorhergehenden Zeilen. — Die Sprichwörter sind nur
Sentenzen, aber keine Beweise; ia sie beweisen obendrein zuviel. Denn
wenn ich nicht wider den Strom schwimmen sol, so wird dieser Strom 93,15
nicht selten auch meine Tugend scheitern machen — denn das Reich
des Lasters ist eben so gros und ausgebreitet als das Reich der Mode;
und wenn ich mit den Wölfen heulen sol, warum sol ich nicht mit
ihnen rauben? Die Schlüsse des Seneka treffen noch weniger; sein
Wiz leuchtet auf der Zündpfanne und die Entzündung desselben droht 93,20
mit einer Kugel, womit er die Flinte zu laden vergessen. Sequere vitam
meliorem quam vulgus, non contrariam;
aber warum denn? und
wenn nun vita melior und contraria oft Synonymen wären? Ferner
publici mores sind immer den boni mores entgegengesezt; es läst sich
also eine Temperatur zwischen beiden nicht so leicht treffen. Non 93,25
populum in te vitae novitate convertas;
tue ich das? und Seneka’s
non oder ne beweist ia nicht, daß man es nicht tun dürfe. „Ist die
Schale verunstaltet, so leidet auch der Kern“ sagen Sie; aber warum
denn? Und ferner ist ia noch erst auszumachen, was an der Schale
Verunstaltung ist. Sie halten das am Diogenes für eine Verunstal- 93,30
tung, was Rousseau, Wieland und der vortrefliche Verfasser der
Antoinette für eine Verschönerung halten. Raubt diese sogenante
Verunstaltung diesem grossen Manne seine lebhafte Philosophie, sein
gutes Herz, seinen lerenden Wiz, seine Tugenden? Sie raubte ihm
nichts; aber sie gab ihm Ruhe, Unabhängigkeit von fremden 93,35
Meinungen und von quälenden Bedürfnissen und die Unverlezbarkeit,
auf deren Bewustsein er die Bestrafung iedes mächtigen Lasterhaften
wagen konte. Grosser Man, danke Got, daß du in einem Jarhundert 94,1
geboren wurdest, wo man deine Weisheit noch bewunderte, stat daß
man sie im iezigen bestrafen würde. Ins Tolhaus würden die Tollen
den einzigen Klugen füren; aber du würdest das Tolhaus, wie nach
Seneka’s Ausspruch Sokrates den Kerker, veredeln! — 94,5

„Der Maler wird durch Beleidigung des Kostume lächerlich“ dies
ist war; aber in Beziehung auf mich nicht passend, sondern nur wizig.
Um gleiches mit gleichem zu vergelten, dürft’ ich nur sagen, die
Gewändermaler sind nicht die grösten in ihrer Kunst, sondern die,
deren Pinsel nicht dem Schneider, sondern Got nachschaft und nicht 94,10
Kleider, sondern Körper malet. Aber was geht mich der Maler an?
Seine Geburten können blos durch Gestalt d. h. durch Schale ge
fallen; aber ist dies meine Bestimmung? brauch’ ich mit meinem
organisirten Kot zu gefallen? kaum wenn ich heiraten wolte!! Übrigens
hab’ ich ia oben bewiesen, daß ich das Kostume nicht beleidigt. — Sie 94,15
sagen „die Ameisen bringen die Ameise um, die sich nach ihrem eignen
„Kopfe trägt“ — dies past wiederum nicht auf mich; denn ich erkrieche
mir von keiner Ameise ein Amt, hänge von keiner ab, sondern lebe in
meinem eignen Loche und von meiner eignen Arbeit. —

Warum ich nicht nakt gehe? — a. weil mir die Geseze es verbieten, 94,20
die die Beleidigung der öffentlichen Sitsamkeit mit Tolhaus oder
Gefängnis anden; hierin komt es nicht auf meinen Willen, sondern auf
mein Vermögen an. Ich darf also nicht nakt gehen; aber bekleidet
gehen wie ich wil, das darf ich. b. weil mir es ausser der Obrigkeit
auch mein Körper verbietet, den für seine Entblössung die hiesige 94,25
Abwechselung von Kälte und Wärme, Regen und Sonnenschein hart
genug bestrafen würde. c. weil ich die Geselschaft aller derer, die
Kleider tragen, entberen müste. Eine solche Entberung würd’ ich nicht
verschmerzen können, da ich alsdan von allen denen, die ich belachen
mus, um sat zu werden, niemand mer hätte als mich selbst. Ich könte 94,30
noch tausend Unbequemlichkeiten, welche gänzliche Naktheit vor
meiner iezigen Bekleidung voraus hat, anfüren; allein ich schneide die
fernern Beantwortungen ab, die Sie eben so ser ermüden würden als
mich selbst. —

„Die ware Philosophie wil nie, daß sich andre nach uns richten, 94,35
„sondern daß wir uns nach andern richten“ sagen Sie endlich; aber
verlang’ ich denn, daß sich andre wie ich tragen sollen? Und eben darum
müssen auch diese andern nicht verlangen, daß man sich wie sie tragen 95,1
sol. Bin ich ihnen anstössig, so sind sie mir auch anstössig; das klügste
ist also, nur sich, aber nicht dem Nachbar die Schellenkappe zuzuschneiden.

Überhaupt halte ich die beständige Rüksicht, die wir in allen unsern
Handlungen auf fremde Urteile nemen, für das Gift unsrer Ruhe, 95,5
unsrer Vernunft und unsrer Tugend. An dieser Sklavenkette hab’ ich
lange gefeilt; aber ich hoffe kaum, sie iemals ganz zu zerreissen. So
begehe ich z. B. eben darum in Leipzig mit Absicht sonderbare Hand-
lungen, um mich an den Tadel andrer zu gewönen; und scheine ein
Nar, um die Narren ertragen zu lernen. Hierin sind Sie andrer 95,10
Meinung, das weis ich; aber ich wolte Sie durch diesen Brief auch
nicht bekeren, sondern mich nur rechtfertigen. Immerhin mögen Sie
künftig glauben, daß ich aus falschen Gründen handle; wenn Sie nur
nicht glauben, daß ich one Gründe handle. — Überhaupt scheint mir
dieser ganze Brief so lächerlich, daß ich mich vor mir selbst wegen den[!] 95,15
Inhalt desselben nur durch Ihr Beispiel entschuldigen kan. Durch eben
dasselbe werden Sie die Freimütigkeit desselben entschuldigen. Sie
erschrekten mich mit einem so lauten „Schach dem König!“ daß ich
über das Spiel den Spieler vergas und nichts zu verhüten suchte als
die Enttronung meines Königs. Da übrigens das Disputiren in sovielen 95,20
Stükken mit dem Schachspielen übereinkomt: indem man dort Ideen
auf Papier, und da hölzerne Figuren auf dem Bret gegeneinander zu
Felde stelt; so hoffe ich, daß die beiden Sachen auch darinnen einander
änlich bleiben werden, daß sie die Entzweiung der Spieler nicht über die
Dauer der Veranlassung verlängern. Die besten Freunde zanken sich 95,25
bei dem Spiel; allein sobald die Spieler das Schachbret — den
campus martius — zur Aufbewarung der versönten Krieger zu
geschlossen, so schliessen sie ihre Herzen auf und trinken in freund
schaftlicher Gesprächigkeit das bittre Lagerbier mit der Aufmerksam
keit, der sie vorher nur das Spiel gewürdigt. Das Gegenbild zu diesem 95,30
Gleichnis darf nicht blos Ihren, es wird auch meinen Brief ver
schönern; und selbst, wenn Sie Ihre Toleranz nur auf heterodoxe
Meinungen, nicht auf heterodoxe Kleidungen ausdenten, so würd’ ich
Sie im ersten zu ser nachamen, als daß ich Sie im andern nachamen und
gegen die nicht tolerant sein solte, die es nicht sind. 95,35

Dem Präludium Ihres Briefs bin ich auch ein kleines Akkom
pagnement schuldig. Die Leute, die Sie Mükken nennen, werd’ ich nie
für Mükken, wenigstens nicht in Beziehung auf mich ansehen. Auch 96,1
hies ich sie nur Frösche in Rüksicht auf Nachtigallen, aber nicht [in]
Rüksicht auf mich, der ich nicht einmal zu einem Hänfling d. h. zu
einem Echo der Philomelen tauge. Ich bin mit dem Stolze dieser
Personen über das Dasein ihrer Verdienste einig; aber ich bin nur 96,5
nicht mit ihrem Hochmut über die Anzal derselben einig; ihr Stolz
mus Recht haben: denn sonst würden Sie ihre Geselschaft ganz ver
meiden; allein ihr Hochmut kan doch nicht Recht haben: denn sonst
würden Sie sie nicht Mükken schelten.

Sie vergleichen Sich mit dem Kato; in der Grösse des Ernstes, aber 96,10
nicht in der Anwendung desselben mögen Sie ihm änlichen. Denn
eben dieser Man war so wenig der Resonanzboden fremder Mäuler,
daß er nach dem Essen (wie Plutarch berichtet) one Unterkleid und bar-
fus auf dem Markt spazieren gieng — und noch überdies als Konsul.

Hier folgen Ihre Bücher, von dem gewönlichen Dank und der 96,15
gewönlichen Bitte begleitet. Die Briefe der Ninon sind (nach dem
Augenschein und der Geschichte, davon der erste ein testis ocularis und
die andre eine testis auricularis ist) apokryphisch und gehören einer
andern Mutter. Die Ninon verheuratete sich weder mit einer subluna
rischen Mansperson noch mit dem supralunarischen Phöbus; sondern 96,20
lies sich von beiden blos augenblikliche Genüsse ihrer Reize abstelen
und gebar daher weder Bücher noch Söne und Töchter, sondern nur
wizige Einfälle und Bastarte. — Eben so ist La Bruy[e]re nicht der
Vater, sondern höchstens der Grosvater des dritten Teils seiner
Karaktere, der an Wiz, Satire und Menschenkentnis blos der Stief96,25
bruder der andern ist. — Man traktirt gewönlich Leute, von denen man
auf eine lange Zeit Abschied nimt; da ich in meinem künftigen Briefe
auch Abschied nemen und in vierzehn Tagen Hof auf lange verlassen
werde, so hoff’ ich von Ihnen, daß Sie meinen Geist noch einmal mit
Ihren Büchern traktiren. Der Küchenzettel der geistigen Speisen wäre 96,30
folgender:

etliche neue Bände der Chronologen, deren Verfasser die Britten so
ser hasset wie Sie, der mir aber demungeachtet so ser gefält wie
Sie —


Merkwürdigkeiten der Kalmükken — 96,35
Sulzer’s Theorie der schönen Künste etc. erster Teil.
Schrökh’s Kirchengeschichte, zweiter oder dritter Teil.

Sie haben in Ihrem lezten Brief die Beurteilung der Stelle in der 97,1
Piece des H. Doppelmaiers, die ich Ihnen angedeutet, vergessen.
Drei lere Seiten sind eine starke Versuchung für mich, allerlei
Dummes von mir zu geben; allein mein Kopf ist iezt zu erschöpft, sie
auszufüllen, und ich bin des Schreibens müde wie Sie sat des Lesens. 97,5
So wie der Buchbinder die Zal der volgedrukten Blätter mit einem
leren krönet, das vielleicht nicht lerer ist als die vollen: so mag das
lezte Blat meines Briefs das Amen der drei andern sein. Vielleicht
würde ich noch diese Seite wenigstens bis zum ersten Viertel sich
vergrössern lassen; wenn ich dem Zuruffe des Balzak folgte, der mir 97,10
anrät, an eine spizigere Pointe zu spiesen

Hof den 22. Jul. 1783.
Ihren gehors. Diener J. P. F. Richter



H: Brit. Museum. 5½ S. 4°. K: 18 [aus 15]. Hof den 20. [!] J. An Vogel. J 1: Wahrheit 3,214×. J 2: Nachlaß 3,230. B: IV. Abt., I, Nr. 18. A: IV. Abt., I, Nr. 19. 92 , 13 öfter] aus öfters H 21 auch] nachtr. H d. h. eine deutsche] nachtr. H 28 Be urteilung] aus Rechtfertigung H 31 langen] nachtr. H 93 , 5 andre2] aus die H 29 erst auszumachen] aus zu erweisen H 35 gab] aus giebt H, gab’ K 37 auf] aus durch H 94 , 20 verbieten] danach gestr. würden H 25 hiesige] nachtr. H 33 ermüden] aus ermüdet haben H 95 , 3 Nachbar] aus Nachbarn H 8 mit Ab sicht] nachtr. H 25 der Veranlassung] aus des Gegenstandes H 26 Schachbret] davor gestr. hölzerne Behältnis der H 27 Aufbewarung] Bewarung K 30 der] aus deren H 34 nachamen1] nachamten H 96 , 2 hies] aus hiess’ H 15 von] aus mit H, mit K 24 dritten] zurükgeschikten K 27 künftigen] lezten K 97 , 6 der1 bis 7 krönet] die Buchhändler die gedrukten Seiten mit einer leren krönen K 11 spiessen K (vgl. 75 , 7)
93 , 4 f. Vogel hatte geschrieben: „Sie müßen … einsehen, daß Sie nicht der einzige Erdensohn sind — sondern daß Sie wie die Ameise in dem Ameisen Haufen — auf der Erdkugel im Gewimmel leben. Jede Ameise hat eine Gestalt und ein Kleid mit der andern überein — und läst sichs eine nur im geringsten einfallen — sich für ihren Kameraden was sonderliches herauszunehmen — patsch — und sie ist des Todes.“ 7–13 Vogel hatte — ohne Angabe des Fundorts — aus Youngs 4. Satire auf die Ruhmbegierde zitiert: „Wenn gleich die Mode töricht ist, so bequemt euch darnach: ihr zeigt mehr Verstand, wenn ihr andrer Torheiten, als wenn ihr eure eigne tragt. Wofern ihr das, was aus der Mode ist, schäzt, so dünkt mich ihr soltet euch bemühen, weise zu werden.“ 19–27 Vogel hatte aus Senekas Briefen (I, 5 u. II, 14) zitiert: „Quid si nos hominum consuetudine coepe rimus excerpere? Intus omnia dissimilia sint: frons nostra populo conveniat. Id agemus ut meliorem vitam quam vulgus sequamur, non contrariam. Temperetur vita inter bonos mores et publicos. Non conturbabit sapiens publicos mores, nec populum in se vitae novitate convertet.“ 30ff. Vgl. B: „Sie tadeln vermuthlich die Philosophie des Diogenes — die ihren Helden so sehr von andern Menschen absonderte, daß sie ihn in ein Faß stekte. Wie können Sie sich Gerechtigkeit wiederfahren laßen, wenn Ihre Philosophie — auf ähnliche Weise mit Ihnen umspringt.“ Rousseau hat sich m. W. nicht über Diogenesgeäußert. Wieland: „Sokrates mainomenos oder die Dialogen des Diogenes von Sinope“ (1770). „Antoinette, ein Mährlein aus der andern Welt“, Leipzig 1776 (von E. A. Anton von Göch hausen). 94,20 Vgl. B: „Noch eine Frage an Sie — können Sie sie hinläng lich beantworten — so bitte ich fusfällig ab. Warum gehen Sie nicht nackend? jezt im Sommer? Ihr Körper verbietets Ihnen nicht? Was denn? die Mode?“ 95,36ff. Vogels Brief hatte begonnen: „Jupiter kan nicht so ernst aussehen — wenn er donnert als Sie wenn Sie recensiren — nicht Bücher — sondern menschliche Mücken. Warum laßen Sie diese Sumser nicht schwärmen — und hat man wohl je gehört, daß man auf dergleichen Insekten aus groben Geschütze geschossen hat? Indessen schaffen auch Mücken Nutzen, und das Quacken der Frösche ist auch Melodie.“ 96,10 Vogel hatte versöhnend geschlossen: „Ihrem Zuspruch sehe ich mit großen Vergnügen entgegen — und Ihr Cato wird Ihnen beim Eintritt hold entgegen lächeln.“ 13 f. Plutarch berichtet dies von Cato minor (von Utica), der aber nicht Konsul war. 23–26 Den dritten Teil von La Bruyères „Caractères“ bildet in manchen Ausgaben die (1700 zuerst erschienene) „Suite des Caractères etc.“, die in der Tat unecht ist. 32Chronologen, ein periodisches Werk“, 12 Bände, 1779—81 (von W. L. Weckhrlin); Ex zerpte aus dem 1. u. 2. Band im 11. Exzerptenband (Schwarzenbach 1781). 35Merkwürdigkeiten der Morduanen, Kosaken, Kalmüken, Kirgisen, Baschkiren etc., ein Auszug aus Pallas’ Reisen“, Riga 1773—77, 3 Teile. 36 Joh. Georg Sulzer, „Allgemeine Theorie der schönen Künste“, 4 Bde, Leipzig 1771—74. 97,3 Hier beginnt die 6. Seite des Briefs. 11 Vgl. 75,6f.

Textgrundlage:

52. An Pfarrer Vogel in Rehau. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 1. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1956.

Seite(n): 92-97 (Brieftext); 444-445 (Kommentar).
Zur Konkordanzliste aller Bände


Zitierempfehlung:

An Erhard Friedrich Vogel. Hof, 22. Juli 1783. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=I_52 >


Zum XML/TEI-file des Briefes