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[ Leipzig, 30. März 1784 ]
117,8
Nur eine leicht zu errathende Lage konte mich unhöflich [genug]
zu sein zwingen, Sie zum dritten, wiewol gewis zum leztenmale mit117,10
neuen Bitten zu belästigen. — Die Kürze und die minder ernsthafte
Ironie, die (wie Sie mir die Güte hatten zu sagen) manche Leser auf
meine Kosten an den vorigen satirischen Abhandlungen vermissen
werden, hab’ ich den hier beigefügten Anhängen zu geben gesucht, um
mit ihnen die längern Satiren abwechseln zu lassen. Vielleicht sind die 117,15
hier folgenden Probe[n] hinreichend, das Zweifelhafte Ihrer Ent
sch[eidung] über H. Reichs Anname meines Buchs, in die Bestätigung
entweder meiner Furcht oder Hofnung aufzulösen. Die Bitte um diese
Bestätigung dringen mir Ursachen ab, die Sie schon längst werden er
raten, mit denen Sie aber auch meine Zudringlichkeit werden ent117,20
schuldigt haben. Ihre Menschenfreundlichkeit ist gewis nicht zum
erstenmale die Zuflucht eines Menschen, der des Widerspruchs seiner
Bestimmung mit den Mitteln, sie zu erreichen, müde geworden war.

K 1 (durchstr. Konzept) ohne Überschrift. *K 2: 3. An Weise [!] den 30 März. i: Wahrheit 3,282. 117 , 12 mir bis sagen] mich lehrten K 1 19f. die bis erraten] die ich Sie ohne Erröthen erlassen [!] K 1
117 , 14 f. Solche Anhänge erhielten dann auch die Satiren der „Auswahl aus des Teufels Papieren“.

Textgrundlage:

69. An Christian Felix Weiße in Leipzig. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 1. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1956.

Seite(n): 117 (Brieftext); 450 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Christian Felix Weiße. Leipzig, 30. März 1784. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=I_69 >


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