Edition Briefe von Jean Paul

Eintrag in ein Stammbuch. Von Jean Paul an Wassili Andrejewitsch Schukowski (Joukoffsky). Bayreuth, 12. Juli 1821.

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Für das Herz gibt es wie für Gott, keine Völker, nur Liebe; und123,22
die Dichtkunst spricht es aus und vereinigt tausende in Einen heiligen
Bund.

Baireut d. 12. Jul. 1821
Dieß zum Andenken einer123,25
herzlichsten Stunde zwischen
zwei Menschen in der ersten.
Jean Paul Fr. Richter



Zitierhinweis

Eintrag in ein Stammbuch. Von Jean Paul an Wassili Andrejewitsch Schukowski (Joukoffsky). Bayreuth, 12. Juli 1821. In: Digitale Neuausgabe der Briefe von Jean Paul in der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), überarbeitet von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018). In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. Herausgegeben im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018–). URL: http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=VIII_194


XML/TEI-Dokument

Textgrundlage
D: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 8. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1955. Briefnr.: 196. Seite(n): 123 (Brieftext) und 366 (Kommentar). Konkordanzen Druck-Digitale Edition

Kommentar (der gedruckten Ausgabe)
Siglen

H: Staatsbibl. Leningrad, Album Schukowskis 1902/Nr. 136; mit einerLocke Jean Pauls, „statt einer früher verlorenen, 1837 von seiner TochterEmma empfangen“ (in einem kleinen Umschlag) und einer Blume „vonseinem Sarge 1826“ (s. das Faksimile). K 1: Fasz. 11 b, Gedanken, 11. Bd.,Nr. 352, mit der Überschrift: In das Stammbuch des Grafen Joukoffsky aus Petersburg bei der Großfürstin Alexandra den 12 July 1821. K 2 (alteAbschrift): Landesbibl. Dresden. 123,22 Für bis Gott] Das Herz kennt wieGott K 1 23f. in Einen heiligen Bund] zu Einem heiligen Bunde K 1

Wassili Andrejewitsch Schukowski (1783—1852), der bedeutende russische Dichter und Übersetzer, war im Gefolge der Großfürstin Alexandravon Rußland (geb. Prinzessin Charlotte von Preußen) nach Deutschlandgekommen; vgl. Sulpiz Boisserée, 1. Bd. (1862), S. 393. Von seinemBesuch bei J. P. erzählte er nach seiner Rückkehr seiner Freundin MariaMoier in Dorpat, die ihrerseits darüber an Dr. Carl Seidlitz berichtetein einem in Dorpater Privatbesitz befindlichen Brief v. 29. Juni 1822.(Hinweis von Prof. Kurt Schreinert.)