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Von Jean Paul an Josephine von Welden. Bayreuth, 19. März 1820.

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Verehrteste!
15,6

Wenn ein Menschenjahr vorübergezogen und dem Herzen oft zu viel
mitgenommen: so läßt es ihm doch die guten Thaten übrig, — die
Schutzheiligen des nächsten —, welche nicht durch die Zeit, wie die
Schmerzen, kleiner werden. Daher bedarf ein Herz wie das Ihrige,15,10
Verehrteste, zum Glücklichsein nur der Erinnerung. Alle unsere Wünsche
für Sie können nur Wünsche für die Ihrigen sein; und diesen werde ein
Jahr des Segens! — Dann ist die Mutter und Gattin vom Himmel
erhört und beglückt.


Baireut d. 19. März1820
Mit unwandelbarer Verehrung15,15
der Ihrige
J. P. F. Richter


Zitierhinweis

Von Jean Paul an Josephine von Welden. Bayreuth, 19. März 1820. In: Digitale Neuausgabe der Briefe von Jean Paul in der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), überarbeitet von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018). In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. Herausgegeben im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018–). URL: http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=VIII_23


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Textgrundlage
D: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 8. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1955. Briefnr.: 23. Seite(n): 15 (Brieftext) und 331 (Kommentar). Konkordanzen Druck-Digitale Edition

Kommentar (der gedruckten Ausgabe) Siglen

H: DLA, Marbach; ehem. Prof. Ernst Küster, Gießen. 2 S. 8°. K 1 (mit Ausnahme der 4 ersten Worte von Emmas Hand): Die Welden 19ten März. K 2 (wohl von der Hand der Empfängerin): E. Vincent, Jena.

Zum Namenstag der Empfängerin. Er wurde durch die Aufführung von Ifflands „Elisa von Valberg“ gefeiert, wie Karoline an Max berichtet.