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[ Bayreuth, 10. März 1817 ]
104,17
Guten Morgen, Alter! Der neueste Verbrennprozeß wundert
mich am wenigsten, da C. allerlei frohe Träume, wenigstens früher,
in ihrem Bette gehabt haben mag. Das Herrlichste ist, daß Sie104,20
doch Ihre herrlichen Briefe aufbewahret haben, für deren Veran
lassen allen Korrespondentinnen zu danken ist. — Hätt’ ich einem
Fürsten in einem Romane eine Rede anzudichten: eine bessere als
die des Würt[embergischen] Königs fiele mir nicht ein. — Hier ist
mein Freiexemplar des Morgenblattes, das Sie nun zugleich 104,25
bequem und unzertheilt lesen können — und das Sie schon heuer
noch hindurchbringen.

H: SBa. Präsentat: 10 Mart. 17.
C. = Caroline Goldschmidt (s. Nr. 17†), die bei Emanuels Verheira tung ihre Briefe an ihn zurückgefordert und dann anscheinend ver brannt hatte. Der seit 30. Okt. 1816 regierende, mit der verw. Herzogin von Oldenburg (s. Nr. 99) vermählte König Wilhelm von Württem berg hatte am 3. März 1817 die Ständeversammlung in Stuttgart mit einer Rede eröffnet, worin er den (hauptsächlich von Wangenheim ausgearbeiteten) Verfassungsentwurf zur Annahme empfahl; s. All gemeine Zeitung v. 5. März 1817, Nr. 64.

Erwähnungen im Kommentar:

Personen
Orte

Textgrundlage:

264. An Emanuel. In: Jean Pauls sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 7. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1954.

Seite(n): 104 (Brieftext); 373 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Emanuel Osmund. Bayreuth, 10. März 1817. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=VII_264 >


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