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[ Bayreuth, 11. April 1818 ]
183,25
Guten Morgen, Meiner mit! Ich habe Sie heute schon mit
Briefen — verfehlt. — Die Note im R[eichs] Anzeiger würd’ ich
für Spott halten, wenn sie nicht vielleicht das Komisch-Klingende
des Namens meint, weßwegen ich ihn auch wirklich gewählt. —
Die Handzeichnungen sind gut und wahr, weil ich einige früher so 183,30
machen hören.

H: SBa. Präsentat: 11 Apr. 18. 183 , 28 Spott] aus Scherz
Im Allgemeinen Anzeiger der Deutschen v. 6. April 1818, Nr. 92, heißt es in einem Artikel „Über Menschennamen“ S. 999: „In dieser Hinsicht führe ich den wahrhaft großen, genialen Johann Paul Fried rich Richter an, der sich nie anders als mit einem Theil seines Tauf namens in französischer Form bezeichnete. Jean Paul (ausgesprochen Schang Pohl) spricht so richtig Richter’s ganzes psychisches und körperliches Seyn aus, daß man nur den Namen zu hören braucht, um ein richtiges Bild von Richter’n zu gewinnen. Mit diesem Bilde geräth man in das höchste Staunen, wenn man Richter’n persönlich kennen lernt und die treffendste Ähnlichkeit entdeckt. Von Bewunderung des richter. Witzes wird man auch bey diesem Ausbruch hingerissen.“ Handzeichnungen: s. Bd. VI, Nr. 695, 300,17†; Betty Gleims „Handzeich nungen zu dem Werke der Frau von Stael über Deutschland“ (1814) kommen schwerlich in Frage, doch vgl. 193 , 24 .

Erwähnungen im Kommentar:

Personen

Textgrundlage:

398. An Emanuel. In: Jean Pauls sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 7. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1954.

Seite(n): 183 (Brieftext); 403 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Emanuel Osmund. Bayreuth, 11. April 1818. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=VII_398 >


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