Edition Briefe von Jean Paul Korrespondenz

Von Jean Paul an Caroline Richter. Altenburg, 17. September 1819.

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Altenburg d. 17 Sept. [1819]

Heute Mittag kam ich in Gesellschaft des Kammerrath Ludwigs, 301,32
der von hier gestern nach Löbichau gekommen, und bei dem ich
wohne, hier an. Alles mündlich. Unter den Männern nenn’ ich
nur den Professor Messerschmidt, und einen preußischen Major 301,35
Schwanenheim; unter den Weibern — (ich wohne auf dem 302,1
Weibermarkt) die beiden Schwestern Reichenbach als sehr aus-
gezeichnet. Während der Abendgesellschaft zogen die Schüler des
Gymnasiums mit Fackeln und Vivat vor das Haus.


Zitierhinweis

Von Jean Paul an Caroline Richter. Altenburg, 17. September 1819. In: Digitale Neuausgabe der Briefe von Jean Paul in der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), überarbeitet von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018). In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. Herausgegeben im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018–). URL: http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=VII_574


XML/TEI-Dokument

Textgrundlage
D: Jean Pauls sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 7. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1954. Briefnr.: 574. Seite(n): 301-302 (Brieftext) und 444 (Kommentar). Konkordanzen Druck-Digitale Edition

Kommentar (der gedruckten Ausgabe)
Siglen

J: Wahrheit 8, 217. (Danach Nerrlich Nr. 180.)

Über diesen Aufenthalt Jean Pauls in Altenburg berichtet ein Aufsatz in den von Fr. Ferd. Hempel herausgegebenen Osterländischen Blättern, 2. Okt. 1819, Nr. 19, S. 314f. Von den vier Töchtern des Kommer- zienkommissars und Kammerrats Johann Heinrich Reichenbach in Alten- burg (1736—1806), die damals alle schon verheiratet waren, sind hier ver- mutlich gemeint Henriette (1775—1857), die seit 1792 mit dem Obermedi- zinalrat Dr. Johann Friedrich Pierer in Altenburg verheiratet war, und Karoline (1780—1835), die mit einem Handelskommissar Hofmann in Altenburg verheiratet gewesen, aber geschieden war. (Mitteilung von Horst Heldmann.) Clemens Brentano hat seinen „Godwi“ (1801) den drei Schwe- stern Minna (Wilhelmine), Julie und Henriette gewidmet. Über Ludwig und Messerschmidt s. Bd. VI, Nr. 400 und IV. Abt. (Br. an J. P.), VI; Nr. 214.