Edition Briefe von Jean Paul Korrespondenz

Von Jean Paul an Christian Otto. Bayreuth, Oktober 1815.

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[ Bayreuth, Okt. 1815? ]

Guten Morgen, lieber Otto! Hier das Briefchen von der Lochner mit Queervorschlägen. Ich zeigte ihr natürlich nur meine Bitt absendungen an, um etwa frühere Nachrichten durch sie zu erhalten; denn sie und ihre Tochter konnt’ ich natürlich zu nichts bestellen. — Sogar an Jacobi mag ich nicht schreiben, der nie sehr hülfreich für mich gehandelt. — Gestern stand ich endlich bei der Rollwenzel alles aus, was erbärmlichste Honorazioren von Langweile geben können — ein Weiß, Wolter, Zehelein, Ehrlicher, Deahna, Heinel der Ältere, Lützenberger und noch einer. — Ich hatte auf dich gehofft; jetzo ists mir deinetwegen lieb. — In der Berlin. Zeitung wird die Fortsetzung deines Aufsatzes über Nachdruck fort gelobt.

Zitierhinweis

Von Jean Paul an Christian Otto. Bayreuth, Oktober 1815. In: Digitale Neuausgabe der Briefe von Jean Paul in der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), überarbeitet von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018). In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. Herausgegeben im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018–). URL: http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=VII_90


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Textgrundlage
D: Jean Pauls sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 7. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1954. Briefnr.: 90. Seite(n): 34-35 (Brieftext) und 344 (Kommentar). Konkordanzen Druck-Digitale Edition

Kommentar (der gedruckten Ausgabe)
Siglen

H: Berlin JP. 34,29f. stand ich ... aus] aus lernt’ ich ...

Bittabsendungen: vermutlich Nr. 83—85. Tochter der Lochner: vermutlich die mit Herrn von Mann in München verheiratete Lucretia; vgl. Nr. 110. Jacobi: vgl. Br. VI, Nr. 86, 28,18f. Weiß: vgl. 18,27. Zehe lein: wohl ein Sohn des Dichters (Br. III, Nr. 519†). Ehrlicher: vgl. Bd. VI, Nr. 918, 396,30. Deahna: Justizrat, Besitzer des Harmonie-Gebäudes. Heinel: Joh. Friedr., Stadtmusikus. Lützenberger: vgl. Bd. VI, 405,6†. Von Ottos Aufsatz über Nachdruck (s. Nr. 19†) war der Anfang im 4. Heft des II. Bds. des „Journal für Deutschland“ 1815, d. h. wahrscheinlich im August erschienen, die Fortsetzung im 1. Heft des III. Bds., wahrscheinlich im September, der Schluß erschien im 2. Heft des III. Bds., wahrscheinlich im Oktober 1815.