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[ Bayreuth, 23. Nov. 1810 ]
152,24
Guten Tag, Lieber! Der Teufel läßt jetzt alle Hunde auf mich152,25
los. — Ich begehrte von Oertel Regensburger Bier, weil mir
Werner es so lobte und ich Wein ersparen wollte. — Hier mein
Brief an Oertel, aber der morgende an ihn soll anders klingen. —
Heute fand ich in der Herbstblumine den 1[ten] Aufsatz ganz zum
Unsinn in einander gestürzt; 2, 3 Seiten, die vorn stehen sollten,152,30
stehen hinten und umgekehrt. Aber merkts denn kein Leser? —
Die Minerva ist gut; nur das über dich sauer-süß und oft dumm. —
Schicke mir die dummen Rezensionen. — Gib alles Emanuel.

H: Berlin JP. Präsentat: Freitag, den 23 Nov. 10.
Oertel: vgl. Nr. 386 und 394†. Werner: vgl. Nr. 381†. In der Zeitschrift Minerva, August 1810, S. 363f., wird Ottos „Handels- und Finanz-Pandora“ lobend erwähnt, aber bedauert, „daß überall das Be streben an ihm bemerkbar ist, seinen Stil über den Gegenstand zu erheben, oder ernsthafte Dinge humoristisch darzustellen“.

Textgrundlage:

392. An Otto. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 6. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1952.

Seite(n): (Brieftext); (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Christian Otto. Bayreuth, 23. November 1810. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=VI_392 >


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