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[ Bayreuth, 5. Febr. 1812 ]
249,24
Verehrte Wiedergeborne! Der über Ihrer Loge in der Groschen249,25
gallerie Sitzende wünscht Ihnen zu Ihrem heutigen Neujahrstage
Glück hinunter. Es sind erstlich acht schöne Gründe da, Ihr Leben
lang und froh zu wünschen; und dann noch gar ein neunter, über
fünf Fuß lang, da Sie für alle diese die Namensheilige Ihres Ge
burtstages sind, die Agatha oder zu deutsch die Αγαϑη. 249,30

Es gehe Ihrem Herzen und dadurch allen Ihrigen wol in dieser
dunkeln Wolkenzeit!

Ihr
Jean Paul Fr. Richter


H: Berlin acc. ms. 1895. 8 (derzeit BJK). 1 S. 8°; 4. S. Adr.: An Frau D. Seebek. K: An die Seebek bei ihrem Geburttage d. 5 Febr. i: Denkw. 3, 247. 249 , 26 wünscht bis 27 Glück] schreibt Ihnen seinen Wunsch K 27 hinunter] aus herunter H sind .... da] gibt .... K 29f. Geburtstages] Neujahrs tages K 31 Ihrem bis allen] Ihnen, also den K
Auf der Adreßseite von H ist von fremder Hand notiert: „An ihrem Geburtstag, welcher den Calendernamen Agatha hat. Jean Paul wohnte im selben Hause eine Treppe höher. — Die 8 Gründe sind die 8 Kinder.“ Der neunte ist wohl der Gatte. (Ernst Förster nimmt in einer Fußnote zu i irrig an, die 8 seien der Gatte und 7 Kinder, der 9te Jean Paul.) Seebeck war seit 1795 verheiratet mit einer Tochter des Ansbacher Hofkammerrats Boye.

Textgrundlage:

604. An Frau Dr. Seebeck in Bayreuth. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 6. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1952.

Seite(n): (Brieftext); (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Juliane Seebeck. Bayreuth, 5. Februar 1812. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=VI_604 >


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