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[ Bayreuth, 16. Nov. 1812 ]
301,5
Guten Morgen, Alter! Ob ich dich gleich leider so lange nicht
sehe: so bin ich doch jetzt bei und in dir, durch meine Briefe. Gott
sei Dank, daß ich sie schrieb; so hab’ ich doch etwas zum Zurück
leben. Ein ganzes zertierendes Konzert von Empfindungen durch
rauscht mich, Freude, Trauer, Selberbilligung, Selbertadel, Sehn301,10
sucht nach Weimar oder Palmyra’s Ruinen. — Recht bald seh’ ich
dich; oder noch besser du mich. — Hast du noch altes Bier? Sonst
bring ich meines mit.

Nebst 3 Minerven.

H: Berlin JP. Präsentat: Montag, den 16 Nov. 1812. 301 , 10 Selber billigung] aus Selbstbilligung (J. P. vermeidet von jetzt ab die miß tönende Form „selbst“).
Wie von Emanuel (s. Nr. 690) hatte sich Jean Paul auch von Otto seine alten Briefe ausgeliehen. Vgl. II. Abt., V, 406, Nr. 716. zer tierendes Konzert: vgl. I. Abt., X, 176 (Flegeljahre Nr. 26).

Textgrundlage:

698. An Otto. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 6. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1952.

Seite(n): (Brieftext); (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Christian Otto. Bayreuth, 16. November 1812. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=VI_698 >


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