Edition Briefe von Jean Paul Korrespondenz

Von Jean Paul an Johann Leonhard Schrag. Bayreuth, 5. Februar 1813.

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Baireuth d. 5. Febr. 1813
309,31

„Einen geräucherten Preß- oder Säusack — und einen unge
„räucherten — und 24 geräucherte Brat- — und 12 geräucherte
„Blut- — und 12 geräucherte Leberwürste erbittet sich unfrankiert310,1
„und mit der Rechnung der Kauf- und Packkosten mit der fahrenden
„Post

„der Verfasser des Hesperus und anderer
„sehr von Würsten verschiedenen Werke.“
310,5

Gleichwol muß ich mein Blatt mit dieser Bitte an Sie anfangen.
Leider mach’ ich mich immer mehr zum Schuldner Ihrer Gefällig
keiten.


In der Michaelis Messe hoff’ ich Ihnen ein Bändchen ver-
mischter Aufsätze zu geben, komischer und wissenschaftlicher (z. B.310,10
letzte über die Entstehung der ersten Organisazionen, dann über den
organischen Magnetismus). Verzeihen Sie und leben Sie wol.



Ihr
ergebner
Jean Paul Fr. Richter
310,15

H. Prof. Pfaff hat mich durch die Kraft der Darstellung und
der Einsicht in seinem Rußland sehr erfreuet.


Danken Sie unserem guten Schweiger für sein letztes sinn-, herz-
und geistreiches Blatt an mich.


Zitierhinweis

Von Jean Paul an Johann Leonhard Schrag. Bayreuth, 5. Februar 1813. In: Digitale Neuausgabe der Briefe von Jean Paul in der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), überarbeitet von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018). In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. Herausgegeben im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018–). URL: http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=VI_722


XML/TEI-Dokument

Textgrundlage
D: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 6. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1952. Briefnr.: 724. Seite(n): 309-310 (Brieftext) und 551 (Kommentar). Konkordanzen Druck-Digitale Edition

Kommentar (der gedruckten Ausgabe)
Siglen

H: Bayer. Staatsbibl.; ehem. Carl Schrag, Nürnberg. 2½ S. 8°; 4. S. Adr.: Herrn Buchhändler Schrag. J: Euphorion II, 622. 309,31 Febr.] aus Jenn. 310,2 mit der fahrenden] aus durch die fahrende 16 Pfaff] aus Heller [vgl. 295,13]

Joh. Wilh. Andreas Pfaff (1774—1835), seit 1809 Prof. am Nürn berger Realinstitut (vorher in Dorpat): „Rußland; Bemerkungen eines Deutschen, der fünf Jahre dort lebte“, Nürnberg 1813.