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[ Bayreuth, Mai (?) 1813 ]
321,18
Lieber Alter! Außer dem beifolgenden Mainzer Liebebrief kam
auch noch der Polizeidiener mit dem Befehle, daß ich in 24 Stunden321,20
fatiren und narrieren soll (ich weiß nicht mehr bei welcher Geld
und Loos-Strafe). Da ich nun gar nichts vom Staate habe und
nichts in ihm verdiene (die Interessen ausgenommen): so will ich
dieß dem R[ent] A[mtmann] Geiger schreiben und 5 fl. zum Loose
mitschicken. Oder muß ich die Fragen auf der Fassion beantworten?321,25
— Ist mir doch in keinem Staate noch so gegangen als gerade in
einem, den ich gewis so sehr liebe und achte wie du den preu-
ßischen.

H: Berlin JP. Auf der Rückseite von Karolinens Hand (mit Blei durchstr.): „Gehört zur Pensions Geschichte.“
Vgl. Nr. 614. Mainzer Liebebrief: s. Nr. 759†. Geiger: Leopold Maria, Edler von G., kgl. bayr. Rentamtmann in Bayreuth; s. Kalb Nr. 123.

Textgrundlage:

752. An Otto. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 6. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1952.

Seite(n): (Brieftext); (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Christian Otto. Bayreuth, Mai 1813. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=VI_752 >


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