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Korrespondenz

Von Jean Paul an Carl Friedrich Kunz. Bayreuth, 9. August 1814.

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Baireuth d. 9. Aug. 1814

Das Lesekästchen wird angekommen sein, obwol in einem Zustande als hätt’ es einen französischen Rückzug mit gemacht. Ich bitte Sie, auf meine Kosten ein neues, aber etwas dickeres machen zu lassen, zumal da Holz die Ziegelsteine ersparen kann.

In der Hoffnung, daß Sie mein voriges Verzeichnis der aus geschriebenen Büchertitel noch haben, setz ich auf die andere Seite nur noch einige wenige. Unterstrichene Zahlen sind mir die wichtigern.

Ihre Verlagartikel sind trefflich; sogar der Besenbecksche ist ein Glaubenartikel. Ich danke Ihnen für dieses geistige Geschenk.

Endlich einmal werden Sie doch meine Bitte um Ihre Rechnung erfüllen, damit ich mich nicht immer tiefer hinein und um Hab und Gut lese. —


Ihr Jean Paul Fr. Richter

N. S. Schlegels Vorlesungen über die Geschichte hab’ ich noch.


Eberhards Flatterrosen Schillings Magdalene Arnims Schauspiele Schlegel über Napoleon Büschings Fastnachtspiele Repertorium des Neuesten etc. aus der Naturkunde von Flörke. 1. 2. B.
[Es folgen 28 Katalognummern, 2 unterstrichen, 10 gestrichen.]
Zitierhinweis

Von Jean Paul an Carl Friedrich Kunz. Bayreuth, 9. August 1814. In: Digitale Neuausgabe der Briefe von Jean Paul in der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), überarbeitet von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018). In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. Herausgegeben im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018–). URL: http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=VI_908


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Textgrundlage
D: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 6. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1952. Briefnr.: 914. Seite(n): 393 (Brieftext) und 582 (Kommentar). Konkordanzen Druck-Digitale Edition

Kommentar (der gedruckten Ausgabe) Siglen

H: DLA, Marbach; ehem. Prof. Ernst Küster, Gießen. 2 S. 4°; 4. S. Adr.: Herrn Buchhändler Kunz / Bamberg. Fr. Auf der Adreßseite von fremder, wohl Kunz’ Hand: „Falkenstein hat von mir erhalten Billets Jean Paul[s] wo von Prognostiren des Wetters .. a + b + c u. s. w. die Rede ist.“ K: Den 9 August an Kunz. (nur Überschrift)

Die Ziegelsteine dienten zum Ausfüllen und Beschweren des Bücherkästchens. K. J. Besenbeck, Über die Dreieinigkeit Gottes, Bamberg 1814. (Vgl. zu Nr. 799.) Friedr. Schlegels Vorlesungen: Über die neuere Geschichte, Wien 1811. A. G. Eberhard: Flatterrosen, Halle 1811. Gustav Schillings Magdalene ist im Ostermeßkatalog 1814 angezeigt, aber anscheinend nicht erschienen. Arnims Schaubühne, Berlin 1813. A. W. Schlegel: Über Napoleon Bonaparte und den Kronprinzen von Schweden, Leipzig 1814. J. G. Büsching: Erzählungen, Dichtungen, Fastnachtsspiele und Schwänke des Mittelalters, Breslau 1815. H. G. Flörke: Repertorium des Neuesten und Wissenswürdigsten aus der Naturkunde, Berlin 1812; Exzerpte daraus Fasz. 2c, 44. Bd. (1814).