Edition Briefe von Jean Paul Korrespondenz

Von Jean Paul an Johann Friedrich Freiherr Cotta von Cottendorf. Bayreuth, 24. Oktober 1814.

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405,13
Baireuth d. 24. Okt. 1814

Hier, mein guter Cotta, ein Aufsatz für das Morgenblatt. 405,15
Hoffentlich sind Sie beglückt und beglückend wieder von Wien
zurück.


Ich arbeite an dem ziemlich langen 2ten Aufsatz für das Morgen-
blatt und wünschte bald Ihre Nachricht, ob er ins Ende oder in
den künftigen Anfang kommt, welches letzte besser ist.405,20

Diese Arbeiten verzögern die Sammlung meines Mspts für die
Herbstblumine bis auf den Dezember.


Dazu kommt noch ein anderer Umstand, daß ich mehre meiner
Aufsätze aus dem Morgenblatt dazu brauche. Hier ist zwar Ihre
Wochenschrift zweimal; aber in der Harmonie, wozu ich gehöre, 405,25
gibt es solche Freunde von mir und zugleich solche Feinde der Mora
lität, daß sie fast alles für sich gestohlen, was ich in Ihrem Blatte
geschrieben. Ich bitte Sie daher herzlich, mir die auf beigefügtem
Zettel angezeigten Aufsätze von mir (zur Zurücksendung) geliehen
zu schicken, so wie den Damenkalender auf 1810; welchem allen 405,30
noch der Damenkalender auf 1815 beigeschlossen werden könnte.


Ich bitte Sie sehr um gütige u. baldige Erfüllung dieser Bitten.



Ihr
Jean Paul Fr. Richter

[Beilage] 406,1

Aus Morgenblatt J[ahr] 1807



1) Erstes Stück oder Epilog
2) In der Mitte, ich weiß nicht wo, ein Aufsatz parti quarré
de Mad. Bouillon
406,5
3) Prophezeiungen im November
4) Polymeter auf den letzten Tag des Jahrs

Jahr 1808

1) Mai: über Degens Flugkunst
2) Dezember: Bittschrift an den Merkur 406,10

Jahr 1810

1) Sept. (wahrscheinlich): über die Briefe der Lespinasse
2) Druckfehler der Herbstblumine.
Zitierhinweis

Von Jean Paul an Johann Friedrich Freiherr Cotta von Cottendorf. Bayreuth, 24. Oktober 1814. In: Digitale Neuausgabe der Briefe von Jean Paul in der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), überarbeitet von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018). In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. Herausgegeben im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018–). URL: http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=VI_945


XML/TEI-Dokument

Textgrundlage
D: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 6. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1952. Briefnr.: 945. Seite(n): 405-406 (Brieftext) und 588 (Kommentar). Konkordanzen Druck-Digitale Edition

Kommentar (der gedruckten Ausgabe)
Siglen

H: Brief: zuletzt Kat. 653 Stargardt (März 1993), T 1, Nr. 303; ehem. Slg. Apelt, Zittau. 2 S. 8°. Beilage: Cotta-Archiv. 1 S. 8°. Präsentat (auf der Beilage): 1. [Nov.] 1814, [beantw.] 1. Dec. K: Cotta d. 24 Okt. 405,15 ein] davor gestr. endlich H. In der Beilage mehreres von fremder Hand mit Rotstift angestrichen und 406,10 zugesetzt: 1809, 1.

Mit dem Aufsatz „Ruhige Darlegung der Gründe, warum die jungen Leute jetzo mit Recht von dem Alter die Ehrfurcht erwarten etc.“, der im Morgenblatt v. 7.—10. Nov. 1814, Nr. 266—269, erschien (I. Abt., XVII, 330). 405,16 beglückt und beglückend: vgl. 384,24. Beilage: vgl. Bibliogr. Nr. 78, 79, 82, 83, 87, 93, 113, 114.