Hinweis zur mobile-Version:
Bitte beachten Sie, dass Brieftexte und Kommentare auf Medium und Large Screen-Devices optimal dargestellt werden, während eine responsive Darstellung des Textes auf Small Screen-Devices durch die Beibehaltung des Zeilenumbruchs beeinträchtigt ist.



[ Bayreuth, 13. Mai 1805 ]
43,26
Minerva, deren Phidias Sie zu sein verdienen. Hier send’ ich
Ihnen eine Kleinigkeit 〈Preßfreiheit〉, deren Gegenstand für Sie bei
Ihrem Schreibmuthe niemals eine sein konnte, blos um den Heraus
geber einer Zeitschrift — oder eigentlich einer Zeitenschrift43,30
die lange als Minervens Palladium in Hamburg bleibe wie in
Deutschland und zu welcher als Göttin die meisten andern Zeit-
schriften sich nur als die bekannten drei Bei-Thiere Minervens ver
halten, meine Achtung und meine Erinnerung zu bezeugen.

H: Univ. Bielefeld; ehem. Kat. 226 Stargardt, Nr. 836 (mir nicht zugänglich). K: Archenholz 13 Mai. i: Denkw. 3,126. Vollständig nach H gedruckt IV. Abt., V, Anhang Nr. 18. A: IV. Abt., V, Nr. 53.
Archenholz hatte im November 1804 in seiner Zeitschrift „Minerva“ Jean Pauls Ästhetik freundlich angezeigt. Nach A scheint ihn Jean Paul an seine ehemalige Mitarbeit an der „Litteratur und Völkerkunde“ er innert zu haben (s. Bd. I, Nr. 84†). 43,33 Die drei Bei-Thiere der Minerva sind Eule, Hahn und Schlange. — Eine Rezension des Freiheits-Büchleins ist in der „Minerva“ nicht erschienen.

Erwähnungen im Kommentar:

Werke Jean Pauls
Werke

Textgrundlage:

105. An J. W. von Archenholz in Hamburg. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 5. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1961.

Seite(n): 43 (Brieftext); 280 (Kommentar).
Zur Konkordanzliste aller Bände


Zitierempfehlung:

An Johann Wilhelm von Archenholtz. Bayreuth, 13. Mai 1805. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=V_105 >


Zum XML/TEI-file des Briefes