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[ Wunsiedel, 17. Juni 1805 ]
46,17
Bitte der Saal Najade für ihren Sekretair.

Nicht nur verehrungswürdigster sondern auch liebenswürdigster
Mensch! Sie haben das Land, das Sie so lange beglücken, dem 46,20
Könige vorgestellt, um ihn damit zu beglücken und der schweren
Krone den weichen Blumenkranz der Freude unterzulegen. Ich bitte
ihm auch ein Infinitesimaltheilchen des Landes noch vorzustellen, etc.
da er, wie ich oben auf dem Gipfel des Gebirgs, seinem Range ge-
mäß am Fusse desselben geboren ist. Werden Sie Nein zu einer Göttin 46,25
sagen, da so oft die Göttinnen — auf Ihre angenehmsten Fragen —
Ja gesagt haben? Unten geht mein Klient an Ihren Fenstern auf und
nieder.

K: Minist Hardenb. 17 Jun. i: Wahrheit 7,45 (12. Juni). 46 , 18 ihren] aus Ihren[?] 23 noch] davor ihm
Vgl. Nr. 100†. Das preußische Königspaar war am 13. Juni im Alexanders bad bei Wunsiedel eingetroffen, am 14. hatte das Fest auf der Luxburg (Luisenburg) mit Jean Pauls „Wechselgesang“ (an dem auf der Tafel nach S. 48 wiedergegebenen Platz) stattgefunden. In einem Bericht Karoline Richters vom 16. Juli 1805 an ihren Vater (Berlin JP) über die Wunsiedler Festtage heißt es: „Er [Jean Paul] ließ sich durch den Minister Hardenberg, den er überhaupt recht viel sah, dem König nach der Mittagstafel vorstellen — wo Er, die Königin und die Solms allein bei sammen waren.“

Erwähnungen im Kommentar:

Personen
Orte
Werke Jean Pauls

Textgrundlage:

114. An K. A. Freiherrn von Hardenberg in Wunsiedel. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 5. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1961.

Seite(n): 46 (Brieftext); 282 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Karl August Freiherr von Hardenberg. Wunsiedel, 17. Juni 1805. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=V_114 >


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