Edition Briefe von Jean Paul Korrespondenz

Von Jean Paul an Karl Friedrich Heinrich Graf von der Goltz. Bayreuth, 18. April 1806.

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[ Bayreuth, 18. April 1806 ]

Blücher = siebenjähriger Krieg en Migniature [!] — Rosalie 88,12
= weisse und rothe Rose zugleich —

Zitierhinweis

Von Jean Paul an Karl Friedrich Heinrich Graf von der Goltz. Bayreuth, 18. April 1806. In: Digitale Neuausgabe der Briefe von Jean Paul in der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), überarbeitet von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018). In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. Herausgegeben im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018–). URL: http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=V_212


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Textgrundlage
D: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 5. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1961. Briefnr.: 213. Seite(n): 88 (Brieftext) und 300-301 (Kommentar). Konkordanzen Druck-Digitale Edition

Kommentar (der gedruckten Ausgabe)
Siglen

K: Golz 18 Apr.

Graf Karl Friedrich Heinrich von der Goltz (1775—1822, s. ADB 9,358 und „Nachrichten über die Familie der Grafen von der Goltz“, Straßburg 1885, 1. Abt., S. 196) war als Adjutant Blüchers im Herbst 1805 nach Bay reuth gekommen (vgl. Nr. 191 u. 243) und hatte hier mit Rosalie, einer Tochter des Freiherrn von Voelderndorff, ein Liebesverhältnis angesponnen, das von Jean Paul und Karoline ohne Wissen und Willen von Rosaliens Eltern begünstigt wurde. In einem Billett vom 17. März 1806 (an J. P., IV. Abt., V, Nr. 85) mißbilligt der mit Voelderndorff befreundete Emanuel Jean Pauls Verhalten in dieser Angelegenheit: „Kann sich Richter nun, nach dem Brief des G. noch denken, daß die R. glücklich, nur \nicefrac{1}{100}tel so glücklich seyn wird, wie er sie wünscht? Aber Richter läßt in seinem Zimmer antworten; er befördert diese Antwort — und würde das von Hrn. v. V. nie dulden an seiner Emma — was er, der Vater V., auch gewiß nie thun würde, hinter dem Vater Richter.“ Das Mißtrauen, das Emanuel hier gegen des Grafen Verhalten und „heißkalte Liebe“ äußert, wurde durch den späteren Verlauf des Liebeshandels gerechtfertigt. Vgl. meinen Aufsatz „Jean Paul als Postillon d’amour“, Hesperus Nr. 8, Okt. 1954, S. 33—44.