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[ Bayreuth, 18. Sept. 1808 ]
234,21
Guten Morgen, Guter! Gestern als den 17ten Septemb. war der
seltene Tag, wo der Kübel ankam mit einem Käse, den ich nicht
tragen kann obwol vertragen. In beiden Fürstenthümern ist er wol
der beste, der gegenwärtig existiert; reich, fett, mild wie ein junger234,25
und hinterher vom schönsten schärfsten Nachgeschmack wie ein alter,
oder wie einer von uns beiden. — Das in blaues Papier einge
wickelte Bröckchen gehört nicht zum Ihrigen, sondern dem guten
Uhlfelder. — Jetzt mitteln Sie mir Käufer aus und vorher den
Preis. — Soll ich Ihnen Käseproben ins Haus schicken oder die234,30
Leute in meines laden? — Ich und C[aroline] und die Kinder aßen
ihn gestern ohne Brod und wie Brod.

Den Verkündiger hab’ ich bekommen, aber nicht den Publizist.

H: SBa. Präsentat: 18 Sept. 8. 1) J: E. Berend, Jean Paul u. die Schweiz, S. 64×. 234 , 26 schärfsten] aus scharfen
Vgl. Nr. 571†. 234,24 Fürstenthümer: Bayreuth und Ansbach.

Textgrundlage:

568. An Emanuel. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 5. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1961.

Seite(n): 234 (Brieftext); 363 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Emanuel. Bayreuth, 18. September 1808. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=V_568 >


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