Von Henriette und Karl Braun an Paul Emile Thieriot. Regensburg, 29. November 1803, Dienstag

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Regb. den 29. 9ber
1803

Sie sehen, Thieriot, daß wir Leute von Wort sind. Die beyliegenden Adressen besonders diese an Baron Wunsch, sagt mein Mann, können Ihnen sehr nützlich werden, da er als sehr gefällig und gastfreundlich gegen Freunde bekannt ist. Wegen jener von Colloredo hat mein Mann mit dem Sekretär gesprochen, welcher zu seiner Zeit eine bescheidene Erinnerung machen wird. Baron, Oberpostmeister von Stetten, bey welchem Sie dieses Packett abholen, hat meinen Mann in sehr verbindlichen Ausdrücken versprochen, alles was er kann, für Sie zu thun. Die beyliegenden 10 Lotteriebillets bitte ich Sie Ihrem neuen Bekannten Klotz zu übergeben. Herr von Goetz hat ihm schon deßwegen geschrieben, Sie |2 könnten allenfalls beyfügen daß derjenige, dem er sie unterzubringen vielleicht geben wird, das zehnte gratis für sich behalten soll.

Wir haben uns gefreut Nachrichten und so gute Nachrichten von Ihnen zu erhalten. Emanuel schrieb mir letzten Sonntag , noch eh'r er Ihre schnelle Abreise wußte, und trug mir auf Sie zu grüßen

Er schrieb mir viel über Sie und von Richter seine eignen Worte: daß Karoline gesund sey, sein Sohn viel schöner würde, das verschobene Bild der Mutter, und verdammt pfiffig aus sähe. Die Mutter, Fritz, Silly und mein Mann laßen Sie herzlich grüßen. Schreiben Sie uns wenn es Ihnen gut geht, schreiben Sie uns wenn es Ihnen nicht gut geht; wir werden beydes mitfühlen, denn wir sind Ihnen gut.

Jette, im Nahmen der Tisch und Hausgenossenschaft.

|3 Wegen des Brief Portos habe ich Ihnen nichts anzurechnen als für die [...] Briefe wenn sie nicht francirt sind – diese muß ich zahlen alle übrigen – wenn es unter meiner Adresse geht bin ich frey, es sey denn fremde Ausleg Portos von SachsenHeßen Preußen p. Geben Sie uns oft Nachricht wie es Ihnen geht und leben Sie wohl lieber Thiriot

der Ihrige
Braun

Zitierhinweis

Von Henriette und Karl Braun an Paul Emile Thieriot. Regensburg, 29. November 1803, Dienstag. In: Digitale Edition der Briefe aus Jean Pauls Umfeld, bearbeitet von Selma Jahnke und Michael Rölcke (2020–). In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. Herausgegeben im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018–). URL: http://jeanpaul-edition.de/umfeldbriefbrief.html?num=JP-UB1508


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Textgrundlage

H: BJK, Berlin V, 138
1 Dbl. 8°, 2⅔ S. Auf S. 4 Brief von Emanuel an Paul Emile Thieriot vom 27. Dezember 1803.