Von Paul Emile Thieriot an Unbekannt. Nürnberg (?), 31. Mai 1802, Montag

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Werden Ew. Hoheit es einem Violinisten am letzten letzten May (den er vermutlich in Triesdorff zu sehen bekommt, verzeihen), wenn er wünscht, ihn etwas zu geniessen – und wenn er mit dieser liebenswürdigen Bescheidenheit fort fragt: Giebt B denn gar nichts mehr zu akkompagniren?Ist mit dem letzten Seufzer des Doppelkindes, wo zwei Flügel den Gesang trugen, alles aus? – – oder darf man an ein zweites Leben glauben?Ich sah doch Klavier Sonaten liegen: war an keiner eine obligate Violine? Diese würde auch die Obligirte seyn.

Ew. Hoheit

unterthäniger Verehrer

Paul Thieriot.

Zitierhinweis

Von Paul Emile Thieriot an Unbekannt. Nürnberg (?), 31. Mai 1802, Montag. In: Digitale Edition der Briefe aus Jean Pauls Umfeld, bearbeitet von Selma Jahnke und Michael Rölcke (2020–). In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. Herausgegeben im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018–). URL: http://jeanpaul-edition.de/umfeldbriefbrief.html?num=JP-UB1984


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Textgrundlage

H: GSA, 40/XXXIII,2,22
1 Bl. 4° (klein), ⅔ S.


Korrespondenz

Zur Datierung: Aus dem Brief geht hervor, dass er wohl am 31. Mai abgefasst wurde; dass es sich um das Jahr 1802 handeln muss, ergibt sich aus brieflichen Zeugnissen und aus Thieriots Aufenthalt in Ansbach am 2. oder 3. Juni. – Zum Abfassungsort: Vermutlich stammt der Brief aus Nürnberg, wo Thieriot noch am 29. Mai 1802 war.