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wie mich Ihr Brief und Ihre unendliche Güte rührt! Das eigne schöne Herz möge Ihnen lohnen! O fahren Sie so fort – erkalten Sie nicht in dem schönen Eifer. Ewig

Ihr

dankbarer
JEWagner.

Darf ich unterthänig bitten, daß Sie diesen Brief gütig besorgen lassen? Sollte Herr Brentano nicht mehr Cl. wohnen , so erbitte ich mir ihn, wo möglich mit seiner Addresse zurück. – Herr Staatsrath JohvMüller antwortete mir , "er verzweifle zwar für jetzt an der Ausführbarkeit der Sache, werde aber stets bereit seyn, daß jeder schönen und guten Idee, die sich zeige, Wirklichkeit gegeben werde." – Kann der Staat wohl mehr thun, als dieß ist? Besonders im Anfange?Kurz: auch damit genügt mir vollkommen!

Am 2ten Bande meiner Reise schreibe ich jetzt. Vielleicht erscheint er zur Mich. Messe.

Zitierhinweis

Von Johann Ernst Wagner an Philippine Sophie von Calenberg. Meiningen, April 1808 (?). In: Digitale Edition der Briefe aus Jean Pauls Umfeld, bearbeitet von Selma Jahnke und Michael Rölcke (2020–). In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. Herausgegeben im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018–). URL: http://jeanpaul-edition.de/umfeldbriefbrief.html?num=JP-UB2025


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Textgrundlage

H: Universitätsbibliothek Leipzig , Autographensammlung Kestner, Slg. Kestner/II/A/IV/2336/Nr. 2, Mappe 2336, Blatt Nr. 2 
Auf Pappe aufgeklebtes Fragment eines Briefes in 8° quer, dazu ein Kärtchen mit Archivvermerk: Die Dame heißt vermutlich Fräulein Calmberg, ist auch nicht adelio, sondern eine Verwandte Wagners! Unter dem Brief – ebenfalls auf Pappe geklebt – Notiz: Ernst Wagner an Fräulein v. Calenberg. Wahrscheinlich 1810 oder 11.


Korrespondenz

Zu Datierung: Wagner vermutete Clemens Brentano in Kassel, von wo dieser aber um den 10. April 1808 abgereist ist.