Von Paul Emile Thieriot an Emanuel Osmund. Wiesbaden, 20. November 1819, Sonnabend

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Daß Anf. Juni d. J. hier d. i. von Wiesbaden, wo wir seit dem 1. Sept. vor. Jahrs 1818 hausen, ein Brief von mir an Dich abgegangen;

daß noch in diesem demselben diesjährigen Deinem u. meines Bruders (der diesen Sommer in Lyon u. Genf krank gewesen, jetzt wieder wohl und rüstig ist) Geburtsmonat mir in doppelter Noth doppelte Hülfe kam. Ein mir erst mir eben, für den Unterricht früher größtentheils nun völlig übergebener Zögling hatte von mir weg in in die öffentliche Anstalt eintreten müßen: wozu ich selbst früher zugesprochen hatte, nun aber mich auf des Vaters Entschluß verließ, doch auch dann, als er unerwartet sich änderte, nicht abrathe konnte.

|2 Ein Wort, das nur wieder einmal von mir zu Dir geht, mein Emanuel, das wird mir die Brust entlasten – aber eins, das es auch werth wäre von mir zu Dir zu gehn, darnach verlangt michs und darauf wart' ich nun abermals so lange, daß es lange genug ist.

Hättet ihr nur mein Löwenlamm Eva gesehn!

20/11 19

Zu diesen Zeilen dieses Herbstes – des gesegneten – kommen heute nur

Zitierhinweis

Von Paul Emile Thieriot an Emanuel Osmund. Wiesbaden, 20. November 1819, Sonnabend. In: Digitale Edition der Briefe aus Jean Pauls Umfeld, bearbeitet von Selma Jahnke und Michael Rölcke (2020–). In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. Herausgegeben im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018–). URL: http://jeanpaul-edition.de/umfeldbriefbrief.html?num=JP-UB2115


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Textgrundlage

K: BJK, Berlin V, 243
1 Bl. 8°, 2 S.