Darstellung und Funktionen des "Kritischen und kommentierten Textes" sind für Medium- und Large-Screen-Endgeräte optimiert. Auf Small-Screen-Devices (z.B. Smartphones) empfehlen wir auf den "Lesetext" umzuschalten.



|1

Guten Morgen! Der Himmel ist uns heute nicht so günstig als gestern. Er soll uns aber nur einen Strich durch den halben Tag und die Zeit nicht durch das Vergnügen machen.Zum Gehen ist es Vormittag zu naß und die Bäume würden uns draußen erst ihren Nachregen geben –; einen trockenen Sitz fänden wir vielleicht auch noch nicht im Freien und frei muß man seyn, will man froh seyn in der Natur.Also hab' ich beschloßen und beschließen wir – wenn Sie nichts dagegen haben – daß bestimmt um 2 Uhr einen Wagen vor Ihre Thür kommt, der Sie und die lieben Ihrigen leicht, geschwind und trocken nach Fantaisiewo ich Sie / in welcher meinerschon erwarten werde / wird – abholen soll.Sie nehmen unsre Richters, Alt und Jung mit und, da der Wagen zu voll würde: so gehen um ¾ auf 2 Uhr die zwei [...] – wenn sie wollen – zu Amöne und fahren mit den beiden Schwestern auch dahin. Ist es so recht? Und haben Sie 4 gut geschlafen?

Emanuel

|2

Herzlichen Dank für diesen Brief


Wenn Sie meinen Plan billigen, dann lassen Sie meinem Löb, dem Überbringer beiliegendes Billet an Caroline überbringen

Zitierhinweis

Von Emanuel an Henriette Schwendler. Bayreuth, Pfingsten 1808 (?). In: Digitale Edition der Briefe aus Jean Pauls Umfeld, bearbeitet von Selma Jahnke und Michael Rölcke (2020–). In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. Herausgegeben im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018–). URL: http://jeanpaul-edition.de/umfeldbriefbrief.html?num=JP-UB1063


Informationen zum Korpus | Erfassungsrichtlinien

XML/TEI-Dokument | XML-Schema

Textgrundlage

H: DLA, A:Richter, Johann Paul Friedrich, 60.822
1 Billett 8° quer, 1½ S.


Korrespondenz

Zur Datierung: Henriette Schwendler war mit ihren Töchtern Amanda und Pauline sowie ihrer Schwester Antonie vom 2. oder 3. Juni bis zum 28. Juni 1808 zu Besuch bei Richters in Bayreuth. Vermutlich fand der hier geplante Ausflug in der Zeit der Pfingsfeiertage statt, also um den 5. oder 6. Juni 1808.