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Von Carl August Böttiger an Paul Emile Thieriot. Weimar, 29. August 1799, Donnerstag

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Es ist nicht meine Schuld, daß der Merkur Ihre Oweniana, die H. LR. Richter schon längst zurückgefodert hat , und die hier zurückfolgenden mit attischem Salz reichlich bestreueten Aufsätze nicht schon längst in alle Winde ausgetragen hat.

Eben so wenig entspricht es meinen Ueberzeugungen, daß das Epigram aus Herders Metakritik für zu angreifend gehalten wird. Vater Wieland liebt mehr als je Ruhe und ungestörte Abgezogenheit und die neuesten Ungezogenheiten des Herrn August Wilhelm Schlegel erhöhen nur noch die Lebhaftigkeit dieses Wunsches, so wenig er übrigens durch diese Incartaden selbst sich verstimmen läßt.

Paramythien , witzig gewandte kleine Erzählungen, Apologen , wie derjenige, den jüngst der Merkur von Ihnen dankbar empfieng , würden dem guten Alten von Ihrer Hand auserordentlich wilkommen seyn. Erlauben Sie mir, daß ich diesen Wunsch hier gegen Sie laut werden lasse.

|2 Hr. LR. Richter ist seit einer Woche auf einer Wanderung nach Rudolstadt, Ilmenau u. s. w begriffen, und wir hoffen ihn erst in 3 Wochen wiederzusehn.

Dann will ich Ihren Auftrag bestens ausrichten.

Mit wahrer Hochachtung
der Ihrige
C. Böttiger.

Weimar.
den 29 August.
1799.
Zitierhinweis

Von Carl August Böttiger an Paul Emile Thieriot. Weimar, 29. August 1799, Donnerstag. In: Digitale Edition der Briefe aus Jean Pauls Umfeld, bearbeitet von Selma Jahnke und Michael Rölcke (2020–). In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. Herausgegeben im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018–). URL: http://jeanpaul-edition.de/umfeldbriefbrief.html?num=JP-UB1194


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Textgrundlage

H: BJK, Berlin A
1 Bl. 8°, 1½ S.