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Verehrungswürdiger edler Mensch!

Dafür halt' ich Sie, obgleich mir uns. Otto keinen Gruß von Ihnen mitgebracht hat , u ich sterbe darauf.

Ich wende dieses Schweigen so wenig wider mich mich an, zu meinem Glücke, daß ich Sie einige Minuten mit meiner wieder holten Bitte für den armen Schunk unterbreche.Er ist in dieser Woche wieder um Unterstützung eingekommen.Ich glaube, er verdient sie aus Dürftig- und Würdigkeit u dieser mein Glaube ist die Ursache eben dieser meiner wiederholten Fürbitte.

Vergebung, Verzeihung!

Nach einigen Stunden waren die Vorwürfe, welche Otto mir mitgebracht hatte, zu Ende u damit auch Alles.Jetzt sind wir wieder recht ordentlich die Alten u er ist recht fleisig.

Von unserm guten Minister hat er mir zwei Grüße mitgebracht, dabei kann man sich schon einige Vorwürfe, besonders wenn sie so unverdient sind, gefallen lassen.Dürft' ich Sie bitten, dem guten Minister für das gute Andenken an mich zu danken?

Wenn Sie nicht bald hierher zurück kommen: so hoff' ich Sie in München aus meinen Augen lesen lassen zu können, wie ich Sie, mit welcher Reinheit ich Sie liebe

Ihr treuer
OSmd

B. 18t Sept. 1821.
Zitierhinweis

Von Emanuel Osmund an Emil von Herder. Bayreuth, 18. September 1821, Dienstag. In: Digitale Edition der Briefe aus Jean Pauls Umfeld, bearbeitet von Selma Jahnke und Michael Rölcke (2020–). In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. Herausgegeben im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018–). URL: http://jeanpaul-edition.de/umfeldbriefbrief.html?num=JP-UB1382


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Textgrundlage

H: GSA, 44/341a
1 Bl. 8°, 1 S.