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Schönfeld 27. Juny
1815.

Entschuldigen Sie, hochverehrter Freund meiner Mutter, wenn sich die Tochter an Sie wendet mit der Bitte, beyfolgenden Brief meinem Bruder zu geben . –

Die Hoffnung Sie in Weimar zu begrüßen, war ihm ein lieber Gedanke, auch mich erfreut es sehr, denn gerne sehe ich den Theuren in der Umgebung von Menschen, deren reiner Sinn und edles Gefühl, die Harmonie der Seele so freudig anstimmt. –

Möge der allgütige Vater, mir meinen Bruder, bald wieder glücklich zurückführen, aus dem neuen schweren Kampf, so fleht |2 tief betrübt, mein liebendes Schwester Herz. – Leben Sie wohl und glücklich, verehrter Freund, und geben Sie Ihrer Gemahlin die Versichrung meines steten liebenden Andenkens. – Freude und Friede sey mit Ihnen allen, und mir ein gütiges Gedenken

mit der größten Hochachtung

unterzeichne ich mich
AmandavSchlabrendorff

So eben erfahre ich die frohe Nachricht des großen Siegs

Heil, und abermal Heil.

Zitierhinweis

Von Amanda von Schlabrendorff an Friedrich von Müller. Schönfeld, 27. Juni 1815, Donnerstag. In: Digitale Edition der Briefe aus Jean Pauls Umfeld, bearbeitet von Selma Jahnke und Michael Rölcke (2020–). In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. Herausgegeben im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018–). URL: http://jeanpaul-edition.de/umfeldbriefbrief.html?num=JP-UB2095


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Textgrundlage

H: GSA,
1 Dbl. 8°, 1¾ S.